ALMEX startet mit neuer Full-Touch-Generation

Lieferant von MDE-Mini-Computern jetzt Teil der Tri Star Group aus China – Erstes reines Touchscreen-Gerät in Kürze lieferbar

Quelle: Lebensmittelzeitung 25 vom 23. Juni 2017, Seite 37

Hannover. Unter dem Namen Almex will der früher Höft& Wessel genannte Technik-Lieferant seinen Platz bei mobilen Mini-Computern zurückerobern. Der neue Besitzer, die chinesische Tri Star Group, hat starkes Interesse am deutschen Händler-Markt.

Nach zwei Abstürzen und der Übernahme durch den chinesischen Konzern Tri Star Group will der im Handel immer noch als Höft&Wessel bekannte Technik-Anbieter Almex aus Hannover ieder in den Steigflug gehen. Ein neues Gerät namens Almex Allegro Ti für Mobile Datenerfassung (MDE) erweitert im Herbst das Angebot. Es ist ein Android-Touchscreen- ohne Tastatur, aber mit Scanner.

„Wir wollen unser Portfolio im Bereich MDE verstärken“, sagt Thomas Dibbern, Geschäftsführer der Almex GmbH. Angesichts der Tatsache, dass erste Filialisten wie Penny sich für billige Standard-Smartphones statt für spezielle MDE-Geräte entscheiden, betont Dibbern Vorteile der teureren Profi-Geräte: Sie seien stabil genug, um einen Fall auf den Boden zu überleben. Dazu komme eine längere Akku-Laufzeit. Außerdem garantiere Almex den Support für die Betriebssystem-Version sowie die Nachbestellbarkeit von Geräten und Ersatzteilen. Das gebe es im schnelllebigen Handy-Markt nicht.

Als Konkurrenzvorteil von Almex gegenüber den MDE-Weltmarkt-Playern Zebra, Honeywell und Datalogic nennt Dibbern den direkten Dialog mit den Händlern. Das habe schon in der Vergangenheit zu an die Branche angepassten Konzepten wie den MDE-Geräten mit Display im Querformat geführt.
Der jüngste Großauftrag für die Ausstattung der Aldi-Nord-Filialen in allen Ländern (lz 47-16) zeige, dass der Kundenkreis von Almex diese Spezialisierung zu schätzen weiß.

Höft&Wessel war angesichts einer finanziellen Schieflage 2013 zu 75 Prozent vom Investor Droege International Group übernommen worden. Unter dem neuen Namen Metric musste die Firma im Sommer 2016 trotzdem Insolvenz anmelden.

Die Geschäftsbereiche Retail und Public Transport übernahm im Herbst die Tri Star Group mit Sitz in Schanghai. Tri Star ist mit nach eigenen Angaben 2500 Mitarbeitern stark im Geschäft mit Geldautomaten, Safes, anderer Bank-Technik und Kiosksystemen. Zum Angebot gehören Banknoten-Handling-Automaten, die für Läden interessant sind. In Deutschland sind neben Almex der Tresorbauer Format und der Anlagenbauer Deutsche Mechatronics Teil von Tri Star. Dibbern verspricht sich von der Zugehörigkeit zu der Gruppe unter anderem einen verbesserten Zugang zu Auftragsfertigern in China und zu Prozessoren der neuesten  Generation. Außerdem garantiere das Interesse von Tri Star am europäischen Handels-Markt die Position von Almex. „Wir werden in Retail und Logistik massiv investieren – insbesondere in Produktentwicklung, strategische Partnerschaften und Vertrieb“, bekräftigt Guido M. Stannek, CEO der Tri Star Group Europe.
rod/lz 25-17